Wir leben in einer Zeit mit vielen offenen Fragen – zur Gesellschaft, zur Wirtschaft, zur Politik und zu den Auswirkungen des Handelns oder Nichthandelns einiger weniger politischer Leader, die unsere Welt derzeit spürbar verändern.
Die Zeit der beinahe unbegrenzten Möglichkeiten und der scheinbar selbstverständlichen friedlichen Ko-Existenz unterschiedlich Denkender wirkt heute fast etwas nostalgisch. Gleichzeitig bleibt wenig Raum, den «guten alten Zeiten» nachzutrauern. Unsere Energie sollte vielmehr darauf ausgerichtet sein, eine lohnende und «enkelfähige» Zukunft aktiv mitzugestalten.
Doch genau diese Energie und intrinsische Motivation haben bei vielen Menschen in den letzten Jahren spürbar gelitten.
Auswirkungen auf mein Geschäftsmodell
Während vieler Jahre wurde ich hauptsächlich für Leadership-Trainings, Kulturentwicklungs-Prozesse und Teamentwicklungen engagiert – in Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Ausrichtungen. Ergänzt wurden diese Aufträge punktuell durch Einzelcoachings.
Seit rund einem Jahr beobachte ich jedoch eine deutliche Veränderung der Anfragen.
Die Themen, bei denen Unterstützung gesucht wird, haben sich verschoben. Heute stehen verstärkt folgende Fragestellungen im Zentrum:
- Konfliktdeeskalation
- Mediation
- Strukturbereinigungen
- Business Coaching
- Resilienz und Stabilität in unsicheren Zeiten
- Klarheit schaffen, ohne Menschen zu verletzen
- Mögliche Erklärung
Viele Leader sind zumindest teilweise verunsichert – oder führen Teams, in denen Unsicherheit, Frustration und korrosive Energie zunehmen. Dabei zeigt sich immer deutlicher: Leadership-Wissen allein reicht in solchen Situationen oft nicht mehr aus.
Gefragt sind heute vermehrt Reflexion, emotionale Stabilität und die Fähigkeit, auch unangenehme Entscheidungen klar und verantwortungsvoll zu treffen, statt sie vor sich herzuschieben. Gleichzeitig wünschen sich viele Führungskräfte einen Austausch auf Augenhöhe – einen geschützten Rahmen, in dem offen reflektiert werden kann, ohne dass sofort Konsequenzen drohen. Hinzu kommt die anspruchsvolle Aufgabe, Mitarbeitenden trotz Unsicherheit Zuversicht, Orientierung und Lösungsfokussierung vorzuleben – und diese Haltung gleichzeitig auch einzufordern.
Mein persönlicher Beitrag
Für mich bedeutet dieser aktuelle «Aggregatzustand» vieler Unternehmen nicht Resignation, sondern die Möglichkeit, weiterhin einen sinnvollen Beitrag zu leisten.
Ich möchte mithelfen, dass leistungs- und dienstleistungsorientiertes Arbeiten auch künftig als lohnend erlebt wird. Dass Menschen den Mut behalten, Verantwortung zu übernehmen, konstruktiv mitzudenken und gestalterisch statt destruktiv zu wirken. Deshalb werde ich auch in Zukunft sehr gerne meine Energie, meine Erfahrung und meine ausgeprägte Menschenorientierung einsetzen, um Leader und Teams dabei zu unterstützen, wieder mehr Klarheit, Sicherheit und Zuversicht zu gewinnen.
Eine anspruchsvolle Aufgabe.
Aber aus meiner Sicht eine sehr lohnende.